Soll der Wahnsinn sich durchsetzen?

Zwei Nachrichten erregen zurzeit Aufsehen, die ein Nein zum Energiegesetz untermauern, auch wenn es die Medien nicht aussprechen.

Erstens der Ruf der Stromversorger nach einer „Grundversorgungsprämie“ in der Höhe der heutigen KEV-Abgabe (1,6 bis 1,8 Rp./kWh). Vergessen wir nicht, dass den polemisch als Stromlobby bezeichneten Unternehmen 1. wirtschaftlich das Wasser bis zum Hals steht, da die europäische Energiewende-Politik ihr Geschäftsmodell der zuverlässigen einheimischen und CO2-freien Stromerzeugung und damit ihre Überlebensgrundlage zerstört, sie deshalb 2. die Sicherung unserer Stromversorgung immer weniger als ihre Pflicht ansehen und 3. diese Unternehmen, da sie im Eigentum von Gemeinden und Kantonen sind, uns, den Bürgern und Verbrauchern gehören und deshalb jede Schadenfreude fehl am Platz ist. Es ist nur logisch, dass die Schweiz zuerst ihre hervorragende Stromversorgung retten und deshalb auf neue Subventionen für nutzlosen und teuren Solar- und Windstrom verzichten soll.

Zweitens die Inbetriebnahme grosser Stromvernichtungs-Anlagen durch Alpiq als Alternative zu Deutschlands elektrischen Weichenheizungen, wenn Sonne und Wind gerade mehr Strom produzieren, als die Verbraucher benötigen und es für die Betreiber thermischer Kraftwerke billiger ist, durch negative Strompreise Einnahmen zu verlieren, als ihre Anlagen abrupt zu drosseln, was technisch und betrieblich nicht möglich ist. Dass die Stromkonsumenten die Verluste mit höheren Stromabgaben bezahlen, liegt auf der Hand, vom wirtschaftlichen und ökologischen Schaden ganz zu schweigen. Die Schuld liegt offensichtlich nicht bei den Firmen, die solche Anlagen betreiben, da sie mit der Stromerzeugung kein Geld mehr verdienen, sondern bei einer verfehlten Energiepolitik, die Solar- und Windkraftanlagen fördert.

Beide Nachrichten legen die fürchterliche Lage der Stromversorger offen, die scheinbar gute Miene zum bösen Spiel machen, anstatt jetzt, vor der Abstimmung am 21. Mai, der Bevölkerung ehrlich mitzuteilen, was Energiewende tatsächlich heisst. Es braucht deshalb uns, damit jemand es tut.

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