Wo liegt das Problem der Energieeffizienz?

Wo liegt das Problem der Energieeffizienz?

Als Effizienz bezeichnen wir das Verhältnis zwischen einem Ergebnis und dem Aufwand dafür. Gegen eine Steigerung der Energieeffizienz ist nichts einzuwenden, solange sich diese im Ergebnis auszahlt. Das tut sie aber häufig nicht. Energetische Gebäudesanierungen sparen beispielsweise nur ein Drittel der Kosten ein, die sie verursachen. Grosse Einsparpotentiale schöpft die Wirtschaft von selbst aus. Sind die Einsparungen zu gering, dann investiert sie in andere Bereiche, die mehr lohnen. Gerade weil dies so ist, schafft unsere Wirtschaft grossen Wohlstand. Vorschriften zur Energieeffizienz führen zu Verschwendung, denn sie lenken die knappen Mittel in unproduktive Bereiche. Übrigens meinen Politiker, wenn sie von Energieeffizienz reden, häufig gar nicht Effizienz, also weniger Aufwand für dasselbe Ergebnis, sondern einfach Einsparung, was Verzicht bedeutet. Das Wort wird also missbraucht.

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Behördenpropaganda

Der Bund wird nächstes Jahr 6 Millionen Franken ausgeben, um für die Energiestrategie 2050 zu werben, bevor das Parlament darüber abgestimmt hat.

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Schuss vor den Bug

Die Jungfreisinnigen Schweiz lehnen die Energiestrategie 2050 ab. Sie fordern

  • die sofortige Aufgabe der Energiestrategie 2050,
  • eine möglichst weitgehende Umkehrung des eingeschlagenen Wegs einer schweizerischen Energiewende,
  • die sofortige Einstellung der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV),
  • den Verzicht auf eine Energie-Lenkungsabgabe,
  • eine Senkung der Wasserzinsen,
  • die Aufgabe des Ziels einer autarken Stromversorgung und
  • eine Abkehr von der Planwirtschaft bei Stromangebot und Energienachfrage.

Dies haben die Jungfreisinnigen an ihrem ausserordentlichen Kongress vom 21. November 2015 in Teufen (AR) beschlossen.

Auskunft: Maurus Zeier, Präsident Jungfreisinnige Schweiz, 079 508 55 53, maurus.zeier@jungfreisinnige.ch

Weltmeister

Die schweizerische Energieversorgung bleibt gemäss dem neuesten Ranking des Weltenergierats das beste der Welt. Unser Land löst den Zielkonflikt zwischen Versorgungssicherheit, Sozial- und Umweltverträglichkeit weltweit am besten.

Laut Weltenergierat hätte eine Energiewende in der Schweiz wahrscheinlich Gaskraftwerke zur Folge und würde so die Umwelt stärker belasten.

>> zum Ranking (auf Englisch; Schweiz: Seite 124)

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Energie-Lenkungsabgabe: Pest oder Cholera?

Es gibt Bürgerliche, die eine Energie-Lenkungsabgabe gutheissen. Sie hoffen wohl, damit die Pest – Subventionen (KEV usw.) – fernzuhalten. Stattdessen erhalten sie die Cholera: massiv verteuerte Energie. Durch Änderung der relativen Preise soll der Energieeinsatz erschwert werden, damit weniger Energie verbraucht wird – das ist der Zweck einer Lenkungsabgabe. Dabei wird vergessen, dass günstige Energie für die Entwicklung unserer Zivilisation entscheidend war und es auch in Zukunft sein wird. Eine Lenkungsabgabe führt zum Beispiel dazu, dass der Ersatz körperlicher Arbeit durch Maschinen unwirtschaftlich, die Beheizung einer geräumigen Wohnung zum Luxus oder Ferien mit dem Flugzeug unerschwinglich werden. Wer meint, Lenkungsabgaben täten nicht weh, täuscht sich.

Lenkungsabgaben werden als ein „marktwirtschaftliches Instrument“ bezeichnet. Dieser Ausdruck ist ein Widerspruch in sich. Sie sind in Wahrheit ein staatliches Instrument zu einem politischen Zweck und manipulieren den Markt. Der Staat setzt das Ziel – einen tieferen Energieverbrauch – und erzwingt erhöhte Preise. Die Grünen haben längst gelernt, Bürgerliche mit ökonomischen Begriffen an der Nase herumzuführen.

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Ohne Illusion

Laut BKW-Chefin Suzanne Thoma ist die Stromproduktion aus Wasser- und Kernkraft heute defizitär, ein forcierter Ausbau erneuerbarer Energie unwirtschaftlich und die Schweizer Energiepolitik unberechenbar.

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Gute alte Zeit?

Die industrielle Revolution ermöglichte Wohlstand ohne Grundeigentum. Mit der Energiewende erhält Landbesitz wieder Macht über Lebenschancen.

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Recht haben genügt nicht – wir müssen recht bekommen!

Betrachte ich die Energiewende-kritische Szene, dann fällt mir auf, dass diese häufig mit sich selbst beschäftigt ist. Fachdiskussionen über Klimapolitik mit oder ohne AKW, Energieabgaben mit oder ohne Rückerstattung und Windräder mit oder ohne Rotorblätter sind zweifellos spannend. Das Volk aber interessiert sich nicht dafür. Es fragt sich, ob es in Zukunft mit Stromunterbrüchen rechnen muss, ob es sich Ferien in Übersee noch leisten kann, und ob Arbeitsplätze gefährdet sind.

Ob wir es schaffen, eine staatlich erzwungene „Energiewende“ zu verhindern, wird davon abhängen, ob wir den Bürgern aufzeigen können, was die unangenehmen Folgen für sie sind. Unsere Mittel – Zeit, Geld, öffentliches Wohlwollen – sind bescheiden (sie stehen in keinem Verhältnis zu jenen der „Energiewender“). Deshalb sollten wir uns nicht dafür einsetzen, unter Gleichgesinnten recht zu behalten, sondern, vom Volk recht zu bekommen!

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