Die Energiestrategie ist eine Verarmungsstrategie

Praktisch jedes Argument, das Wirtschaftsverbände und bürgerliche Parteien gegen Atomausstiegsintiative ins Feld geführt haben, richtet sich auch gegen die Energiestrategie 2050. Sie können sie einst im Abstimmungskampf gegen die Energiestrategie wiederverwenden. Diese bietet sogar noch mehr Angriffsfläche, da sie Massnahmen benennt.

  • Die Energie würde mittels CO2-Abgabe, KEV und Lenkungsabgaben verteuert. Nicht nur der direkte Verbrauch würde mehr kosten, sondern auch die Produkte unserer Wirtschaft würden es, da auch sie mehr für Energie bezahlen müssten.
  • Die Geräte würden verteuert: Haushaltgeräte durch Verbrauchsstandards, Autos durch CO2-Emissionsvorschriften, Wohnungen und Eigenheime durch Vorschriften zu Energieverbrauch und -Eigenproduktion.
  • Die allgemeinen Steuern würden erhöht, da Bund, Kantone und Gemeinden mehr Geld für energetische Massnahmen ausgäben (z.B. Gebäudesanierungen).

Da diese Massnahmen viel mehr kosten als Energie im unverfälschten Markt, ginge Wohlstand in Milliardenhöhe verloren. Erlauben wir dem Staat, uns vorzuschreiben, wie viel wir für den Energieverbrauch bezahlen müssen, dann werden wir über weniger freies Einkommen verfügen. Es ist, als würde jedem der Lohn gekürzt. Müssen wir mehr für den Energieverbrauch bezahlen, dann bleibt weniger Geld für Wohnen, Ferien, Freizeit usw. übrig. Mit der Energiestrategie 2050 würde unser Land ärmer – die Energiestrategie ist eine Verarmungsstrategie!

Einige wenige – Bauleute, Technikhersteller, Planungsbüros – würden davon profitieren, die übrigen müssten die volle Rechnung bezahlen.

Viele Schweizerinnen und Schweizer, auch bürgerliche, schweben heute auf einer Art Energiewende-Wolke und lassen sich von Worten wie nachhaltig, effizient oder erneuerbar blenden. Um den Kampf gegen die Energiestrategie 2050 zu gewinnen, müssen wir ihre Folgen aufzeigen und veranschaulichen. Ich erhielt jüngst die Gelegenheit, dies in 20 Minuten zu tun (zum Artikel – lohnend sind auch die Leserkommentare). Es braucht mehr davon.

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