Das Volk will eine Energiewende nach deutschem Vorbild

Das Schweizer Volk hat das Energiegesetz klar angenommen. Es hat sich damit für eine Energiewende nach deutschem Vorbild entschieden, für die selbst in Deutschland immer mehr Zweifel aufkommen. Beträchtliche Schäden an der Energieversorgung und der Wohlfahrt der Schweiz werden so unvermeidlich.

Das Schweizer Stimmvolk hat heute das Energiegesetz mit 58 zu 42 Prozent der Stimmen angenommen. Damit sagt es Ja zu einer unsicheren und teuren Energieversorgung mit staatlichen Zwangsmassnahmen und einer beispiellosen Landschaftsverschandelung. „Dies ist ein schlechter Tag für die Konsumenten und die Wirtschaft und ein guter für grüne Ideologen und Subventionsjäger“, sagt Lukas Weber, Geschäftsführer des überparteiliches Netzwerks Alliance Energie, das mit dem von der Schweizerischen Volkspartei angeführten überparteilichen Komitee das Referendum ergriffen hat.

Die seit Jahren dauernde Meinungsbeeinflussung der Bevölkerung durch Behörden und Medien zugunsten einer Energiewende hat ihr Ziel erreicht. Das Ausmass der Falschinformationen beispielsweise über die wahren Kosten einer Energiewende oder die Verheimlichung der Notwendigkeit fossil betriebener Kraftwerke waren für schweizerische Verhältnisse aussergewöhnlich. Die zu erwartende Enttäuschung der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über die Wirklichkeit einer Energiewende wird deren Vertrauen in die Behörden untergraben und ihr Verhältnis zum Staat beschädigen. Den Preis dafür werden künftige Generationen bezahlen.

Eine besondere Verantwortung fällt auf jene Kreise in Politik und Wirtschaft, die den beträchtlichen Schaden, den das Energiegesetz mit sich bringen wird, zwar erkannten, aber diesem dennoch zustimmten oder sich der Stimme enthielten. Sie müssen sich fragen, ob sie das Vertrauen ihrer Mitglieder noch verdienen, und ob es nicht personelle Veränderungen in der Führung braucht, damit der in ihren Statuten festgesetzte Zweck weiterhin erfüllt werden kann.